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April 2011
Manchmal entwickeln sich Dinge anders, als wie man sie geplant hat, das Ganze heißt Leben !
Diego ist ein temperamentvoller, aufgeweckter kleiner Rüde, der leider nachdem er bei seinem neuen Frauchen
eingezogen war ohne jegliche Voranzeichen einen Krampfanfall hatte, daraufhin haben wir den Kleinen
nach Hause zurückgeholt und ihn in der Vet.-Klinik Uni Gießen gründlich untersuchen lassen,
z.Zt. wird er auf Tabl. eingestellt und wir hoffen, dass dies gut bei ihm anschlägt.
Diego benötigt daher ein zuverlässiges verständnisvolles Heim,wo man sich auf ihn einstellt und ihn fördert.
d.h. unbedingt Platz vor Preis-
Wenn man denkt - mehr geht nicht, doch es ist möglich !!!
Dana sollte ursprünglich bei uns zur Zucht bleiben, wovon wir aber nun absehen müssen, es ist leider so,
dass auch sie zeigte leichte Anzeichen einer Epilepsie.
Beide Welpen sind abzugeben, lediglich gegen Erstattung der
notwendigen Impf- und Entwurmungskosten,und einem Schutzvertrag,
dass sie nicht zur Zucht verwendet werden, an verantwortungsvolle Besitzer,
welche bereit sind den Beiden ein gutes hundegerechtes Zuhause zu bieten.
Diese Tatsache ist z.Zt. für uns Alle noch fast unbegreiflich und wirft die verschiedensten Fragen und Gefühle auf.
Wie soll man damit umgehen, es publizieren und damit andere Züchter aufmerksam
machen oder einfach ruhig verhalten und nichts sagen. Für züchterische Angelegenheiten ist es im Sinne von dem Ziel
gesunde Hunde zu züchten, sicher wichtig diese Daten weiterzugeben. Für Uns und auch einigeAndere,
vielleicht sogar nur indirekt Beteiligte bedeutet dies aber auch evtl. weitreichende wirtschaftliche Einbusen,
was nicht unbedingt zu Freundschaften beiträgt.Wir haben uns entschlossen der Tatsache mit allen Konsequenzen
ins Auge zu sehen und zum Wohle unserer Hunde zu handeln und stehen gerne für nähere Auskünfte zur
Verfügung und sind jederzeit dankbar für Tipps und Ratschläge im Umgang mit der Krankheit Epilepsie.
01.07.2011
Mittlerweile sind wieder ein paar Wochen ins Land gegangen und so langsam lernen wir mit der Situation umzugehen.
Wir möchten uns noch herzlichst bei allen bedanken, für die oft sehr langen und interessanten Gespräche.
Es freut uns jedoch am meisten, dass trotz Publikation doch überwiegend positives Feedback zu vermelden ist.
Es bleibt einfach ein sehr schwieriges Thema und ist oft eine Gradwanderung,
also auf diesem Wege nochmals vielen vielen Dank für die zahlreichen Tipps, Hinweise und Gespräche.
Den beiden "Betroffenen " geht es z.Zt. Bestens, sie entwickeln sich prächtig und bringen uns
wie das nun mal bei jungen Wilden ist; fast zum Wahnsinn - nichts ist sicher!
Diego ist auf Tabletten eingestellt und die Blutwerte liegen im therapeutischen Bereich,
d.h. Diego hat seit 5 Wochen keine epileptischen Symptome mehr gezeigt und spricht demnach
gut auf die Medikamente an,Dana ist seit auch genau 5 Wochen ohne jegliches Anzeichen von Verhaltensstörung.
Wir haben uns entschlossen die Beiden völlig normal zu behandeln und machen keinen Unterschied
zu unseren anderen Hunden, dies tolerieren die Beiden bisher ganz prächtig und gehen mit spazieren, toben
und sogar schwimmen im Steinbruch. Sie sind eben ganz normal, meistens jedenfalls !
Auch haben wir gelernt mit den wohl ab und an immer mal wieder auftretenden Anfällen umzugehen
und nicht gleich in Tierarztpanik zu verfallen,am Besten und streßfreiesten ist für alle Beteiligten,
Hund und Besitzer, einfach Ruhe zu behalten und geduldig ab zu warten
Fazit: Sowie das Wort Epilepsie ausgesprochen ist, bricht so etwas wie Panik bei den meisten
Interessenten aus und die tollsten Szenarien werden sich vorgestellt, aber niemand ist bereit es
wenigstens mal zu versuchen. Wir sind eigentlich nur bestrebt nichts zu verschweigen,
doch gerade dies scheint besonders abschreckend zu sein.
Es ist gut möglich mit an Epilepsie erkrankten Hunden zu leben,
eben eine Sache der inneren Einstellung und Erfahrung ,
die Zwei sind so dankbar für Alles !
Auch geben wir die Hoffnung nicht auf, dass sich doch noch jemand traut
sich den Beiden bzw. Einem ein gutes zu Hause zu geben,
sie haben es verdient nicht immer einer von Vielen zu sein,
was bei uns leider nicht anders möglich ist.
OKT. 2011
Diego und Dana haben uns nun schon vor einigen Wochen verlassen und wir drücken ihnen feste die Daumen.
Unsere lange Suche hat sich offensichtlich doch gelohnt und wir sind sehr froh, dass es doch Familien gibt, die mit solchen
Vorgaben zurecht kommen und vor allem bereit sind sich auf die Situation einzustellen, vielen Dank !
Familie Haffer
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